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Eckdaten
des Schützenwesens in Tirol |
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um 1335 |
urkundliche Erwähnung des Begriffes Schütze; |
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1406 |
Herzog Friedrich IV. erläßt die "Landesordnung",
welche für die Untertanen das Ende der Leibeigenschaft
brachte. Die so erlangte Freiheit hatte damit auch eine
verstärkte Identifikation mit dem Land und seinen Interessen,
namentlich mit der Sicherheit zur Folge. Damals wurde also die
Grundlage für die jahrhundertelang praktizierte
Bereitschaft der Tiroler, ihr Land zu verteidigen, gelegt.
Ziel und Inhalt des Tiroler Schützenwesens war
dementsprechend stets nur die Verteidigung des eigenen
Landes, der eigenen, engeren Heimat, der eigenen Familie. |
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1511 |
Kaiser Maximilian erläßt das
Landlibell, das Grunddokument für die Tiroler
Wehrhaftigkeit. Es bestätigte die tirolischen
Landesfreiheiten und hat die Sonderentwicklung des Landes
innerhalb Österreichs mitbestimmt. |
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1703 |
Die Tiroler Schützen erleben ihre erste
Bewährung im sog. "Boarischen Rummel". Als
die offizielle militärische Führung versagte, wurde in
allen Teilen Tirols der Landsturm aufgeboten und die eindringenden
Bayerischen Truppen wurden am 26. Juli, dem Tag der Heiligen
Anna, vernichtend geschlagen und zum Rückzug gezwungen.
In gläubiger Dankbarkeit errichteten die Tiroler in Innsbruck
in der Maria Theresienstraße die Annasäule.
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1736 |
Kaiser Karl VI erläßt die Schießstandordnung.
Sie anerkannte das Tirolische Defensionswesen als eigenständiges
Verteidigungssystem neben jenem des restlichen
Kaiserreiches. In der Folge entstanden in vielen Orten Tirols
Schießstände. Die Standschützen waren Schützen,
die sich vereinsmäßig als Mitglieder eines Schießstandes
einschreiben ließen. Sie verpflichteten sich zu einer
intensiven Scharf- und Scheibenschützen-Ausbildung. Die von
diesen Scharfschützen gebildeten Defensions-Kompanien
waren wegen ihrer Treffsicherheit von den Kriegsgegnern gefürchtet.
Für ihre Einsätze bevorzugten sie Talengen und Klausen. |
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1796 |
erste große Bewährungsprobe des
Tiroler Selbstverteidigungssystems in den ersten
Revolutionskriegen gegen Napoleon I. (Schlacht bei Spinges - 4.
April 1796 - Schlachten bei Bozen, Segonzano und Rivoli)
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1809 |
Tiroler Befreiungskriege unter Führung
von Andreas Hofer; Tiroler Schützen befreien das Land
von bayrischer und französischer Besetzung. Drei "Bergiselschlachten".
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"Heimkehr der Sieger" von Franz v. Defregger
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1870 |
Es entstanden die berühmten Standschützenregimenter
und -kompanien, die im Jahre 1915 nach der überraschenden
Kriegserklärung Italiens und dem Einsatz der Tiroler
Kaiserjäger an der Ostfront, in aller Eile mobilisiert wurden
und die Südfront so lange hielten, bis die regulären
Truppen eintrafen. Standschützen waren alle jene, die
zu jung oder zu alt waren, um in die reguläre Armee
einberufen zu werden; |
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1919 |
Annexion Tirols durch Italien und Teilung.
Der Faschismus verbietet alles Deutsche, die Tracht, die
Institution Schützen. |