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Filmabende zu wichtigen Umweltthemen

Kategorie: Südtiroler Schützenbund, Referate, Umwelt

Von: SSB - Online Team
Freitag, 20. Januar 2012

FRANGART - In den Monaten Februar, März und April 2012 werden in einer 5-teiligen Reihe Filmabende zu wichtigen Umweltthemen organisiert. Veranstaltungsort ist der Gasthof Schenk im Zentrum von Frangart (Eppan).

Diese Filmreihe wird vom Umweltreferat des Südtiroler Schützenbundes in Zusammenarbeit mit dem Kulturausschuss Frangart und dem Bioland Verband Südtirol organisiert. Beginn ist jeweils um 20.00 Uhr.

An jedem zweiten bzw. vierten Freitag im Monat werden folgende Filme gezeigt:

  • 10. Februar 2012: "Der Bauer der das Gras wachsen hört"
  • 24. Februar 2012: "Leben außer Kontrolle"
  • 9. März 2012: "Der Bauer mit den Regenwürmern"
  • 23. März 2012: "Farmer John"
  • 27. April 2012: "Mit der Kraft der Sonne"

"Der Bauer der das Gras wachsen hört"

10. Februar 2012, Beginn 20.00 Uhr

"Ich bin ein freier Ökobauer" ist die selbstbewusste Aussage des 57-jährigen Michael Simml. Mit 6 Jahren saß er auf dem Schoss seines kriegsblinden Vaters und gab beim Pflügen die Richtung an.

1984 - bald nach der Hofübergabe stellte Michael Simml bereits um auf Ökobau. Heute erwirtschaftet er mit Hilfe seiner Familie auf kärgstem Boden im Bayerischen Wald höchste Erträge. Wie er das macht - das erzählt er freigiebig mit Leib, Herz und Seele.

Ein Film von Bertram Verhaag

Dauer: 45 Minuten.

"Leben außer Kontrolle"

24. Februar 2012, Beginn 20.00 Uhr

Mitte der 80er Jahre findet die Wissenschaft mit der Gentechnologie den Schlüssel, sich die Erde und vor allem ihre Geschöpfe endgültig untertan zu machen. Plötzlich schien alles möglich! 20 Jahre später begeben wir uns auf eine Weltreise um die fortschreitende Genmanipulation bei Pflanzen, Tieren und Menschen zu erkunden: Wegen einer katastrophalen Ernte bei gentechnisch veränderter Baumwolle stehen viele indische Bauern vor dem Ruin, verkaufen Niere oder begehen Selbstmord.

In Kanada weht genmanipulierter Rapssamen auf die Felder benachbarter Biobauern und macht damit ökologischen Anbau unmöglich. Das isländische Parlament verkauft das gesamte Genpotential seiner Bevölkerung an eine private Firma, die die Daten wiederum gewinnbringend an die Pharmaindustrie und Versicherungen weiterverkaufen will.

Als „Vampirprojekt“ wird ein Forschungsprojekt bezeichnet, bei dem 700 sogenannten aussterbenden Völkern (unter dem Vorwand gesundheitlicher Vorsorge) Blut-, Haar-, und Speichelproben entnommen werden. Die Genproben verschwinden in den Labors der Industrie und sollen wertvolle Patente ermöglichen.

Weltweit bieten nur eine Handvoll idealistischer Wissenschaftler der Industrie die Stirn und untersuchen – unabhängig von deren Geld – die Auswirkungen transgener Tiere und Pflanzen auf die Umwelt und auf unsere Gesundheit, wenn wir diese genmanipulierten Lebensmittel zu uns nehmen.

Ein Film von Bertram Verhaag und Gabriele Kröber

Dauer: 95 Minuten

"Der Bauer mit den Regenwürmern"

9. März 2012, Beginn 20.00 Uhr

Sepp und Irene Braun sind seit 1984 Biobauer. Auf seinem Hof in der Nähe von Freising betreibt  er neben biologischem Ackerbau auch biologische Viehzucht. Für ihn und seine Frau geht es um mehr als nachhaltige Landwirtschaft.

Der Ökolandbau ist für die beiden eine Antwort auf die Frage des Klimawandels.

Während sich auf konventionell bewirtschafteten Äckern durchschnittlich 16 Regenwürmern pro Quadratmeter finden lassen, tummelt sich bei Sepp Braun ungefähr die 25-fache Menge. Dass er die Lebensbedingungen der fleißigen Helfer berücksichtigt, versteht sich von selbst: Ihre "Wohnungen" werden nicht durch schwere Maschinen platt gewalzt und eine eigens gesäte Kleekräutermischung dient als Winterfutter für die kleinen Tiere. Regenwurmkot liefert wertvollen Humus und der Boden mit den bis zu 2 Meter tiefen Regenwurmröhren kann pro Stunde bis zu 150 Liter Wasser aufnehmen und im Boden speichern. Diese fantasievolle vielfältige Art der Ökolandwirtschaft erhöht seine Bodenfruchtbarkeit weit über die der auf chemische Düngung setzenden Nachbarn.

Überraschung ist natürlich angesagt, wenn unerwartet die Frau des senegalesischen Präsidenten ihren Besuch ankündigt.

Ein Film von Bertram Verhaag

Dauer: 45 Minuten

"Farmer John"

23. März 2012, Beginn 20.00 Uhr

Die faszinierende Lebensgeschichte des Alt-Hippies und Großfarmers John Peterson aus Caldedonia, Illinois: John ist mit Leib und Seele Landwirt. In dritter Generation bewirtschaftet er den Hof seiner Familie unweit von Chicago. Seine künstlerische Ader und sein unkonventionelles Auftreten machen ihn jedoch von Anfang an zum Außenseiter in der ländlichen Heimatgemeinde. In den 60er Jahren wird seine Farm zur beliebten Hippie-Community, bis persönliche und wirtschaftliche Zäsuren ihn dazu zwingen, einen Großteil seines Besitzes zu verkaufen. Doch trotz aller Rückschläge findet John immer wieder die Kraft und den Mut, ein neues Kapitel seines Lebens aufzuschlagen.

"Eine humorvolle, packende und mit genauem Blick erzählte Geschichte", meinte dazu Al Gore (Friedensnobelpreisträger, ehemaliger Vize-Präsident der USA, Autor und Umweltaktivist).

Dauer: 83 Minuten

"Mit der Kraft der Sonne - Ibrahim Abouleish, der Visionär"

27. April 2012, Beginn 20.00 Uhr

Das Jahr 2003 wurde für den ägyptischen Unternehmer Ibrahim Abouleish zu einem Durchbruch. Denn kurz nacheinander erhielt er von zwei globalen Institutionen, die sich ansonsten meiden wie Feuer und Wasser, die höchsten Auszeichnungen.

Im Frühjahr war es, als die Schwab-Foundation, Ausrichter des jährlichen World Economic Forums im schweizerischen Davos und Motor der wirtschaftlichen Globalisierung, seine Unternehmensgruppe SEKEM als nachhaltiges Modellunternehmen weltweit herausstellte.

Nur wenige Monate später erhielt Ibrahim Abouleish den Alternativen Nobelpreis der globalisierungskritischen Right Livelihood Foundation für seine "Economy of Love" - sein einzigartiges Modell einer zukunftsweisenden Wirtschaft, die auf beeindruckende Weise ökologische, soziale und kulturelle Entwicklung mit ökonomischem Erfolg verbindet.

Wie konnte ein Projekt eine derartige Begeisterung bei solch unterschiedlichen Einrichtungen wecken?

Ein Film von Bertram Verhaag

Dauer: 45 Minuten

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Konrad Hermann Joseph Adenauer, (* 5. Januar 1876 in Köln; " 19. April 1967)

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