M a r k e t e n d e r i n n e n

Einleitung | Geschichte | Frauen im Krieg | Marketenderinnen in Tirol | Die Marketenderin heute
 

Schon gegen Ende des Mittelalters sind Frauen mit den Militärverbänden - genauer gesagt mit den aufkommenden Söldnerheeren - ins Feld gezogen. Den Söldnern war ja das Heiraten  nicht verboten, und so kam es nicht selten vor, dass ein Söldner Frau und Kind mitnahm; diese folgten mit dem Tross der kämpfenden Truppe und führten daher ein nicht ungefährliches Leben. 
Daneben gab es aber auch die populäre Gestalt der Marketenderin. Schon seit dem 12. Jahrhundert war es üblich, dass Händler und Händlerinnen dem Heer nachzogen, die Lebensmittel, Tabak und verschiedene Gebrauchsgegenstände verkauften. Dass damit auch die Prostitution einher ging, kann man sich leicht vorstellen. Darauf weist z.B. ein Reglement der k.k. Infanterie
von 1769 hin, laut dem das "lüderliche Weibsgesündel" in den Marketenderzelten keine Unterkunft finden  sollte.                    Trotzdem sollten keine falschen Schlüsse gezogen werden: oft genug war es die "brave Marketenderin", die sich der Kranken und Verwundeten annahm und dabei viel Gutes tat.

 

Als im 19. Jh. das stehende Heer als Machtstütze des Herrschers geschaffen wurde, mussten die Garnisonen auch in Friedenszeiten untergebracht werden: die Kasernen entstanden. Es gab strenge Reglements, und damit verschwand das Bild der Marketenderin aus dem Heerwesen.

 

 

Letzte Aktualisierung: 07.07.2003
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