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... 1590-1651 Wilhelm Bienner

Dieser Mann erlitt ein Schicksal ganz eigener Art. Als er nach seinem rechtswidrigen Prozeß 1651 in Rattenberg hingerichtet wurde, enthauptete man den fähigsten Mann der Tiroler Landesregierung. Wie es gekommen ist, sei ganz kurz erzählt.

Wilhelm Bienner stammte aus Schwaben, hatte die Rechte studiert und wurde schließlich 1638 von Herzog Leopold II. als Hofkanzler nach Innsbruck gerufen. Als dieser jung starb, wurde Bienner zur rechten Hand der Witwe und nunmerigen Regentin. Talent, Eifer, Temperament und schonungslose Offenheit zeichneten ihn aus, was aber nicht allen gefiel, und wodurch er sich auch Feinde und Neider schuf. Solange freilich in Tirol die gescheite Claudia von Medici regierte, konnte dem Mann niemand etwas anhaben. Er modernisierte die Verwaltung und schritt gnadenlos gegen Korruption und Amtsmißbrauch ein. Es gelang seinem Diplomatengeschick, daß die Franzosen nicht ins Münstertal einfielen. Bienner hat sich also große Verdienste um das Land Tirol erworben. Unter dem Landesregenten Ferdinand Karl, dem älteren Sohn der Regentin, wurde er politisch entmachtet und persönlich herabgewürdigt, da er dessen Verschwendungssucht offen kritisierte. Außerdem wollte er Vorrechte der Adeligen abschaffen. Diese sorgten dann dafür, daß er dem Scharfrichter übergeben wurde.

Kanzler Bienner Wilhelm (schwarz gekleidet)






"Ötzi"
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Hl. Notburga
Friedrich IV
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Letzte Aktualisierung: 20.02.2001
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