... 1382-1439 "Friedl" mit der leeren Tasche Wenn du den Mann noch nicht kennst, dann beeile dich,
ihn kennenzulernen, denn er hat große Tiroler Geschichte geschrieben. Unter anderem hat
er die Residenz der Landesfürsten nach Innsbruck verlegt. Aber was hat er sonst noch
getan? Er hatte Streit mit Kaiser Sigismund von Luxemburg, da der Tiroler sich selbst auch
für die Kaiserkrone interessierte. Im Jahre 1415 begleitete er als Generalkapitän der
römischen Kirche Papst Johannes XXIII. zum Konzil von Konstanz. Seinen Beinamen "mit
der leeren Tasche" bekam Friedrich IV. von seinen Gegnern in den turbulenten Tagen
als die Reichsacht über ihn verhängt wurde. Er hatte nämlich dem abgesetzten Papst
trotz des Kaisers Warnung zur Flucht verholfen. Daher wurde Herzog Friedrich für ein Jahr
am Hof von Konstanz gefangengehalten; er flüchtete aber schließlich, da er wußte, daß
die Bürger und Bauern von Tirol zu ihm stehen würden. Der Kaiser ließ ihn ächten,
verhängte über seine Helfer den Bann und über das Gebiet das Interdikt. Damit hatte der
Kaiser wohl etwas übertrieben. Friedrichs Bruder Ernst setzte sich für ihn ein und so
wurden ihm im Mai 1418 seine Besitzungen, Ehren und Würden zurückgegeben.
Gerühmt wird seine sparsame und geschickte Verwaltung,
wodurch er es zu einem bedeutenden Vermögen brachte. Unter seiner Regierung erlebte der
Silberbergbau in Gossensaß und Schwaz einen ungeahnten Aufschwung.
Da er den unteren Ständen Mitspracherechte in öffentlichen
Belangen einräumte, lebt sein Andenken in der Tiroler Bevölkerung fort. Gerühmt wird
auch seine Leutseligkeit im Umgang mit Bürgern und Bauern. |
"Ötzi"
Bischof Ingenuin
Hl. Notburga
Friedrich IV
Michael Gaismair
Wilhelm Bienner
Maria Theresia
Georg Hauger
Franz Senn
Sepp Innerkofler
Angela Nikoletti
Eduard Wallnöfer
Inhalt
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