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... 3200 v. Chr. Der Mann aus dem Eis "Ötzi"

Gesicht nachgebildet mittels ComputertomographieAls ein deutsches Urlauberehepaar am 19. September 1991 aufgeregt von einer Leiche berichtete, die es auf dem Weg von der Finailspitze zur Similaunhütte in einer Gletschermulde entdeckt hatte, da dachte noch niemand an eine Sensation. Bergsteiger und Wissenschaftler nahmen zunächst an, daß der im Eis gefundene Mann vor 60, 70 Jahren, allerhöchstens vor 500 Jahren, zu Tode gekommen sei. Im Umkreis des Fundortes fand man noch allerlei Hölzer, Schnüre, Flechtwerk, Grasbüschel, ein Beil mit Metallklinge, ein Steinmesser, Reste eines Bogens u.a.m.

Diese Fundstücke versetzten die Archäologen in helle Aufregung, lieferten sie doch den Beweis, daß der Mann über 5000 Jahre im Eis gelegen haben mußte. Weitere Forschungen der Universität Innsbruck erbrachten noch viele neue Erkenntnisse. Der Mann war Bauer und Viehzüchter gewesen, seine Heimat aller Wahrscheinlichkeit nach der Vinschgau. Es war wohl schon Herbst, als er sich ins Hochgebirge aufgemacht hatte; er trug nämlich Hosen und ein Gewand aus Fell, eine Mütze aus Bärenfell, einen "Thermo-Mantel" aus Schilf und Rothirschfell, warme Schuhe aus Lederflechtwerk mit Heu gefüttert, Fellfäustlinge, usw. Er war mit Waffen und Werkzeug gut ausgerüstet und hatte auch Ersatzmaterial mit, aber keinen Proviant. Außerdem hatte er mehrere gebrochene Rippen.

Was mag der Gletschermann wohl Schlimmes erlebt haben? Vor wem war er auf der Flucht, bis er vor Erschöpfung nicht mehr weiterkam und im Schneesturm erfror? Das wird wohl ein ewiges Geheimnis bleiben, nicht aber Informationen über die Lebensweise der Menschen zwischen 3300 und 3100 v.Chr.






"Ötzi"
Bischof Ingenuin
Hl. Notburga
Friedrich IV
Michael Gaismair
Wilhelm Bienner
Maria Theresia
Georg Hauger
Franz Senn
Sepp Innerkofler
Angela Nikoletti
Eduard Wallnöfer

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Letzte Aktualisierung: 20.02.2001
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