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Ist die Schutzmachtfunktion Österreichs noch zeitgemäß?

Kategorie: Südtiroler Schützenbund

Von: SSB - Online Team
Donnerstag, 19. Januar 2012

WIEN/BOZEN - In einer wichtigen politischen Mission unterwegs war gestern Landeshauptmann Luis Durnwalder. In Wien ist Durnwalder von Bundespräsident Heinz Fischer empfangen worden, und von Außenminister und Vizekanzler Michael Spindelegger. Zentrales Thema war die Südtirol-Autonomie, besser gesagt, waren die jüngsten Angriffe auf die Autonomie.

Der neue Ministerpräsident Mario Monti hat sich mit seinem Sparplan nicht gerade als eifriger Verfechter der Autonomie hervorgetan - als Wirtschaftsprofessor geht er pragmatisch vor, und holt sich das Geld dort, wo es welches gibt - in Südtirol - Autonomie hin oder her - denn die Regionen mit Normalstatut, die vom Staat verwaltet werden, sind hoch verschuldet.

Österreich wird immer ein offenes Ohr für die Südtiroler Anliegen haben, erklärte Bundespräsident Heinz Fischer nach dem freundschaftlichen Treffen...

Österreich ist sich also seiner Aufgabe als Schutzmacht Südtirols bewusst. Gestern in Wien haben Außenminister Spindelegger und Bundespräsident Fischer auch angekündigt, dass sie die weitere Entwicklung der Beziehungen Bozen-Rom genau verfolgen werden.

Bereits im Februar soll es in Rom ein Treffen geben, zwischen Landeshauptmann Durnwalder und Ministerpräsident Monti.

Was aber ist die Schutzmacht genau?

Südtirol Journal hat dazu bei Elmar Thaler, dem Landeskommandanten der Schützen, nachgefragt. "Die Schutzmacht funktioniert auch auf diplomatischer Ebene nur beschränkt, weil die Länder gegenüber einem anderen Land auch wirtschaftliche Interessen haben", so Thaler.

Hier die gesamte Audio-Aufzeichnung der Südtirol Journal Nachrichten vom 19.01.2012 um 11:00 Uhr.

Bericht im Südtirol Journal, 19.01.2012, 11.00 Uhr

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