Volkstumspolitisch völlig aus der Rolle - Die Aufwertung des Siegesdenkmals schreitet voran
Kategorie: Südtiroler Schützenbund
Von: SSB - Online Team
Dienstag, 17. Januar 2012
BOZEN - Völlig die Orientierung in Sachen Volkstumspolitik scheinen derzeit die hiesigen politischen Verantwortungsträger verloren zu haben. Während weltweit Denkmäler, die Diktaturen verherrlichen, abgetragen werden und ins Museum kommen, wurde hierzulande das faschistische Siegesdenkmal saniert und durch geplante Umbau- bzw. Zusatzbauten aufgewertet. Nun will man den Platz um das Siegesdenkmal durch eine unterirdische Tiefgarage autofrei halten und dadurch noch weiter in den Focus des Betrachters bringen.
Nachdem man der Süd-Tiroler Bevölkerung, das geplante Dokumentationszentrum in den unterirdischen und von außen nicht sichtbaren Räumen (!) des Siegesdenkmals als große Errungenschaft zu verkaufen versucht, will die Stadt Bozen nun durch eine drei bis vierstöckige Tiefgarage unter dem sogenannten Siegesplatz Parkplätze für die Besucher dieses „Museums“ schaffen und dadurch das - nach wie vor beleidigende - Denkmal zusätzlich aufwerten. Die Regionaldirektion für Denkmal- und Landschaftsschutz in Venedig hat kürzlich ihr grünes Licht dazu gegeben. Zudem soll der Platz, der in Zukunft autofrei bleiben soll, wohl aus ästhetischen Gründen mit Porphyrplatten gepflastert werden. Auch neue Gehsteige und Radwege sind bis zur Freiheitsstraße hin geplant. Der Südtiroler Schützenbund sieht darin eine große Gefahr, dass durch diese Aufwertungen des gesamten Areals das Siegesdenkmal zu einer Pilgerstädte der Faschisten werden könnte.
Elmar Thaler
Landeskommandant
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