Hadriansvilla vs. Siegesdenkmal
Kategorie: Südtiroler Schützenbund
Von: SSB - Online Team
Mittwoch, 11. Januar 2012
BOZEN/ROM - Wegen Einsturzgefahr ist ein Teil der Hadriansvilla, einer spektakulären antiken Palastanlage in der Nähe von Rom, im Sommer 2011 gesperrt worden. Grund waren finanzielle Nöte: Die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählende Anlage habe nicht genug Geld für Instandsetzungen erhalten. 2.500.000 Euro wären für die Sanierung notwendig gewesen.
Der italienische Staat hat in etwa denselben Geldbetrag lieber zur Renovierung des faschistischen Siegesdenkmals in Bozen verwendet und will damit auch noch das beleidigende Denkmal mit einem Museum ausstatten, um es unter dem Deckmantel eines Dokumentationszentrums für seine Landsleute attraktiver zu machen. Man will wohl der Stadt Predappio, dem Geburtsort des faschistischen Diktators Mussolini, Konkurrenz machen.
Die Neofaschisten von Casa Pound haben zusammen mit Donato Seppi im Mai des vergangenen Jahres für die Erhaltung und Aufwertung des Faschisten- und Mussolinidenkmals demonstriert. Ihre Rufe wurden nun vom Staat Italien, der Stadt Bozen und dem Land Südtirol erhört und der Tempel wurde nicht nur für das Alpinitreffen auf Hochglanz poliert, es wird auch noch mit einem Museum aufgewertet. Armes Italien, armes Bozen, armes Südtirol! Mal sehen, wie lange die deutsche und die ladinische Volksgruppe bei diesen Provokationen noch mitspielen.
Elmar Thaler
Landeskommandant

- Die Hadrians Villa in der Nähe von Rom.

- Das faschistische "Siegesdenkmal" in Bozen.
Kommentare abgeben
Kommentare können momentan nicht abgegeben werden.












