Schützenführung trifft sich mit Landeshauptmann Luis Durnwalder - Grundsatzfragen angesprochen
Kategorie: Südtiroler Schützenbund
Von: SSB - Online Team
Freitag, 02. Dezember 2011
BOZEN - Zu einem Informationsaustausch zwischen Landeshauptmann Luis Durnwalder und Landeskommandant Elmar Thaler sowie seinem Stellvertreter Heinrich Seyr ist es am Donnerstag, dem 1. Dezember 2011 im Palais Widmann in Bozen gekommen.
Dabei wurde dem Landeshauptmann der neue Verband "Tiroler Schützen" vorgestellt und berichtet, dass alle Schützen Tirols in dieser Vereinigung neu zusammenarbeiteten und ein ausgezeichnetes Einvernehmen herrsche. Durnwalder zeigte sich darüber sehr erfreut und bestätigte, dass dies die richtige Form sei, denn auch in der EVTZ gelte das gleiche Prinzip der abwechselnden Vorstandschaft.
Zum Thema der Einreise mit den historischen Gewehren durch bayerische sowie Nord- und Osttiroler Schützen teilte Durnwalder mit, dass man mit Innenminister Maroni kurz vor dem Durchbruch stand. Der Landeshauptmann zeigt sich überzeugt, dass es hier eine Lösung im europäischen Geiste geben muss. Er werde in Rom weiterhin versuchen, die eine oder andere Lösung durchzusetzen. Er gab dabei zu bedenken, dass die derzeitige Regierung eine rein technische ist, daher befürchte er, dass diese keine wie immer gearteten politischen Entscheidungen treffen werde. Jedenfalls werde man sich diesbezüglich auf dem Laufenden halten und alle Möglichkeiten ausloten.
Anschließend stellte Landeskommandant Elmar Thaler in groben Zügen das Projekt "Renovierung des Geburtshauses von Feldmarschallleutnant Franz Philipp von Fenner am Fennberg" vor und übergab dem Landeshauptmann sämtliche Unterlagen. In erster Linie geht es dabei um die Errichtung einer gemeinsamen Struktur für den Verband "Tiroler Schützen". Nun gilt es einige wesentliche Grundsatzfragen zu klären und eine Kostenübersicht bzw. ein Finanzierungskonzept zu erstellen. Der Landeshauptmann zeigte sich sehr interessiert und steht dem Vorhaben der drei Bünde grundsätzlich aufgeschlossen gegenüber. Nun sollen in weiteren Schritten die beiden anderen Tiroler Landeshauptleute eingebunden werden. Auch hier wird man sich weiterhin gegenseitig auf dem Laufenden halten.
Was die faschistischen Relikte in Südtirol angeht, ajournierte Durnwalder den derzeitigen Stand. Er präsentierte nochmals das Projekt "Informationszentrum" beim faschistischen Siegesdenkmal und seine Ideen zur Verdeckung des Mussolinireliefs am Bozner Finanzgebäude. Bei Letzterem sei vor allem die fehlende Handlungsbereitschaft der Stadt Bozen hinderlich, da diese die Baugenehmigung in der gewünschten Form nicht erteile. Bei den faschistischen Beinhäusern sei die Errichtung der erklärende Tafeln in Gossensaß und Mals ein erster Schritt gewesen, dem durchaus weitere Folgen könnten.
Durnwalder erklärte den Vertretern des Südtiroler Schützenbundes auch seinen Entwurf zur Ortsnamenfrage. Laut seinen Ausführungen würden mit diesem Gesetzesentwurf von den rund 8.000 pseudoitalienisch-faschistischen Namen rund 7.000 eliminiert. In der Gemeinde Pfalzen z.B. würden nur mehr drei pseudofaschistische Namen übrig bleiben.
Wie Landeskommandant Elmar Thaler und sein Stellvertreter Heinrich Seyr gegenüber dem Landeshauptmann ausführten, sind die von der Landesregierung angedachten bzw. angekündigten Schritte bezüglich faschistischer Relikte zwar beachtenswert, aufgrund verschiedener grundsätzlicher Überlegungen aber nicht mit den Vorstellungen des Südtiroler Schützenbundes vereinbar.
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