Am Rande des Bozner Wirtschaftsgipfels: weiterhin Überheblichkeit vor Demut
Kategorie: Südtiroler Schützenbund, Referate, Kultur
Von: SSB - Online Team
Donnerstag, 20. Oktober 2011
BOZEN - Der Südtiroler Schützenbund übt scharfe Kritik an den Begleiterscheinungen des Bozner Wirtschaftsgipfels, mit welchem sich der Präsident des Südtiroler Unternehmerverbandes Stefan Pan seit Tagen rühmt.
Italiens Wirtschaft ist am Boden, und Frankreich und Deutschland bereiten einen 2.000 Milliarden Euro schweren Rettungsschirm vor, der wiederum nicht auf Kosten der Banken und Lobbyisten bereitgestellt wird, sondern auf den Schultern der Steuerzahler. Zu verständlich sind da die Proteste der "Indignados Südtirol".
Wenn nun aufgrund der Brisanz eines der grundlegenden Bürgerrechte, nämlich das Versammlungs- und Demonstrationsrecht vom Quästor außer Kraft gesetzt wird, dann ist und bleibt das eine mehr als bedenkliche Sache und zeugt vom Größenwahn der Wirtschaft, der wir weiterhin scheinbar alles unterordnen müssen. Anstatt Demut zu zeigen, wird pausenlos weitergeklotzt.
In diesem Zusammenhang sind wohl auch die Aussagen Stefan Pans zu bewerten, dass Südtirol in der Serie A der Länder Europas mitspielen könnte. Die Frage, die es zu klären gilt, ist, ob die Mehrheit der Bevölkerung in unserem Land das überhaupt möchte.
Stefan Pan möge es derweil unterlassen in seinen Stellungnahmen schamlos die Mähr der Unerreichbarkeit unseres Landes zu suggerieren. Das Ergebnis einer sündteuren Mediation muss auch für die Wirtschaftsverbände gelten.
Mjr. Günther Morat
Kultur- und Bildungsreferent
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