Minister Bossi fordert Selbstbestimmung Padaniens
Kategorie: Südtiroler Schützenbund
Von: SSB - Online Team
Sonntag, 18. September 2011
BOZEN - Seit über 90 Jahre fordert die Bevölkerung im südlichen Tirol das urnatürlichste Recht auf Selbstbestimmung ein. Unsere Urgroβeltern und Groβeltern gaben in zwei groβen Unterschriftensammlungen, die teilweiße aufgrund der staatlichen Repression heimlich im Untergrund durchgeführt werden mussten und über die Jöcher und Pässe des Alpenhauptkammes in unser Vaterland geschmuggelt wurden, ihre Willensbekundung zur Rückkehr des abgetrennten Teils des südlichen Tirols zu jenem im Norden. Alles wurde uns verwehrt. Alles wurde verboten, was zu unserem Volkstum gehörte. Lieder, Namen, Tiroler Fahnen, sogar die weißen Stutzen wurden argwöhnisch verfolgt, geahndet, bestraft.
Genau heute, wo vor 203 Jahren der Wiener Kongress die Grenzen Europas neu definierte, fordert Umberto Bossi, Minister “per le riforme istituzionali e la devoluzione” ein Referendum für die Selbstbestimmung Padaniens. Er betonte dabei, dass dieser Weg der einzig demokratische und machbare Weg sei.
Jetzt dürfen wir dem Südtiroler Landtag sicherlich zwei Fragen stellen:
- Hat der Südtiroler Landtag in so einer Situation nicht die Aufgabe und Pflicht, eine sofortige Sondersitzung einzuberufen und eben jenes Grundrecht einzufordern?
- Oder will der Landtag etwa abwarten, um eventuell Gründungsmitglied des glorreichen Padaniens werden zu dürfen?
Wir wünschen Minister Bossi auf jeden Fall morgen einen intensiven Arbeitstag, damit er das umsetzt, was er vor fast genau 15 Jahren, am 15.09.1996, wie im Video ersichtlich, geäußert hat!
Nämlich die Unabhängigkeitserklärung Padaniens - mit einem großen Unterschied, dass diejenigen, die er mit Sudtirolo-Alto Adige meint, selbstverständlich dann einen anderen Weg einschlagen werden, nämlich die Wiedervereinigung Tirols, unser ureigenes Recht.
Mjr. Günther Morat
Kultur- und Bildungsreferent
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