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Klare Unterschiede, an gemeinsamen Anliegen weiterbauen: Grüne zu Besuch beim Schützenbund

Kategorie: Südtiroler Schützenbund

Von: SSB - Online Team
Montag, 12. September 2011

Im Bild (v.l.): Günther Morat, Elmar Thaler, Eduard Graber, Jürgen Werth, Sepp Kusstatscher, Brigitte Foppa und Günther Ploner.

BOZEN - Zum bisher wohl außergewöhnlichsten aller Parteigespräche kam es kürzlich in der Bundeskanzlei des Südtiroler Schützenbundes, wo das grüne Führungsduo Sepp Kusstatscher und Brigitte Foppa zu Gast waren.

Naturgemäß waren - anders als bei den bisherigen Parteien - bei den Grünen wohl die größten Auffassungsunterschiede zu den heiklen Themen wie Selbstbestimmung, Ortsnamen und faschistische Relikte zu erkennen.

Laut Sepp Kusstatscher hätte es für Südtirol enorm negative Folgen, wenn der Staat bankrott ginge. Gegen eine Selbstbestimmung könne man grundsätzlich nichts sagen, meinte Kusstatscher weiter, denn Fremdbestimmung sei prinzipiell zu verurteilen. Die Geschichte habe aber gezeigt, dass die Selbstbestimmung vieles zunichte mache.

Beim Thema Faschismus forderten die Grünen den Schützenbund auf, sie nicht in einen Topf mit den neofaschistischen Parteien zu werfen. Brigitte Foppa sei eine große Antifaschistin; sie möchte die Relikte erklären, um der Nachwelt zu zeigen, dass ähnliches nie wieder passieren dürfe. Die Neofaschisten hingegen würden diese Relikte immer noch verherrlichen, und das sei ein großer Unterschied, so Foppa.

So unterschiedlich die Positionen von Schützenbund und Grünen auch sind, so gibt es in bestimmten Bereichen doch Gemeinsamkeiten - etwa in Fragen der Umweltpolitik. Die Grünen sehen den Brennerbasistunnel ebenso wie der SSB als einen enormen Eingriff in die Landschaft. Kusstatscher konnte diesbezüglich mit neuen Fakten und Daten aufwarten und diese der Führungsspitze des Schützenbundes näher bringen. Auch zum Ausverkauf der Heimat und zum Schutz unserer Kulturlandschaft gibt es gemeinsame Positionen.

Nach einer für beide Seiten fruchtbringenden Diskussion ist hoffentlich der Grundstein für ein besseres gegenseitiges Verständnis gelegt, so der Landeskommandant des Schützenbundes abschließend.

Bericht in der "Neuen Südtiroler Tageszeitung" vom 14.09.2011

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Selbstbestimmung

Kein Staat der Erde kann auf die Dauer einem Volk die Selbst- bestimmung vorenthalten, auch Italien den Südtirolern nicht, aber wollen und fordern muss man sie!

Felix Ermacora (* 13. Oktober 1923 in Klagenfurt; "  24. Februar 1995 in Wien)

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