Weitere Parteiengespräche: Süd-Tiroler Freiheit beim SSB
Kategorie: Südtiroler Schützenbund
Von: SSB - Online Team
Sonntag, 11. September 2011
BOZEN - Nach den Freiheitlichen empfing der Südtiroler Schützenbund vor kurzem die Bewegung Süd-Tiroler Freiheit. Die Landtagsabgeordneten Eva Klotz und Sven Knoll nahmen unter anderem zu den Themen Toponomastik, Doppelte Staatsbürgerschaft, faschistische Relikte, Selbstbestimmung und dem anstehenden Alpini-Treffen Stellung.
In vielen Bereichen gab es Übereinstimmung. Bei der Toponomastik ist sowohl der Schützenbund als auch die Bewegung Süd-Tiroler Freiheit für die historische Lösung. Bei der Selbstbestimmung vertrete der Schützenbund die klare Linie Richtung Landeseinheit. Die Süd-Tiroler Freiheit will sich hingegen mehrere Optionen offen halten. Entscheidend ist laut Klotz und Knoll, die Bevölkerung über die verschiedenen Modelle der Selbstbestimmung genau zu informieren. Sonst läuft man Gefahr, in einer Sackgasse zu enden.
Auch bei den faschistischen Relikten zeigt sich der Schützenbund erfreut über die Haltung der Süd-Tiroler Freiheit, da auch diese eine Schleifung fordert. Dem anstehenden Alpini-Treffen sieht die Bewegung mit großer Sorge entgegen und hofft, dass es nicht für nationalistische Zwecke missbraucht wird.
Bei der doppelten Staatsbürgerschaft hat der Schützenbund in Zusammenarbeit mit dem Gesamttiroler Schützenbund neben der Süd-Tiroler Freiheit eine getrennte Unterschriftenaktion durchgeführt. Sven Knoll erläuterte der Schützenführung den derzeitigen Stand. Der Antrag liegt beim außenpolitischen Amt und wird demnächst behandelt. Auch das jüngste Gutachten von Dr. Walter Obwexer zeige, dass nichts gegen die Staatsbürgerschaft spricht.
In einem sehr sachlichen Gespräch verwies Elmar Thaler auf die Überparteilichkeit des Südtiroler Schützenbundes und bat in Zukunft um ein verstärktes Augenmerk aller in Südtirol agierenden Parteien.
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