Parteiengespräch des SSB mit der Bürgerunion
Kategorie: Südtiroler Schützenbund
Von: SSB - Online Team
Samstag, 10. September 2011
BOZEN - Im Zuge der laufenden Parteienkonsultationen traf sich der Südtiroler Schützenbund kürzlich mit der Bürgerunion.
Andreas Pöder sieht im Freistaat die einzig realistische Möglichkeit einer Zukunft Südtirols. Bei der Toponomastik glaubt Pöder nicht, dass es in naher Zukunft zu einer akzeptablen Lösung kommt. Das einzige Gesetz, das man im Landtag durchbringen könnte, wäre, dass man die deutschen Namen amtlich macht; dafür müsse man aber im Gegenzug die faschistischen Namen akzeptieren, so Pöder. Er würde sich eine Volksabstimmung über die Ortsnamenfrage wünschen.
Der Schützenbund sieht aber eine Volksabstimmung als verfrüht, da die Bevölkerung noch zu wenig informiert ist und es daher schwierig sein wird, eine Mehrheit zu bekommen. Der Bund freut sich aber, dass sich die Bürgerunion mit diesem heiklen Thema auseinandersetzt.
Parteiobmannstellvertreter Harald Grünbacher sprach sich klar für ein Südtirol bei Österreich aus. Er verstehe deshalb nicht, warum es beim Schützenbezirk Burggrafenamt/Passeier Initiativen für einen Freistaat gebe. Landeskommandant Elmar Thaler erklärte der Bürgerunion, dass in den Statuten des Schützenbundes die Landeseinheit klar definiert sei. Die Art und Weise dieser Einheit sei jedoch nicht klar vorgeschrieben. Der Schützenbund sei keine Diktatur, sondern er lasse allen den Spielraum, eigene Meinungen und Vorschläge einzubringen, so Elmar Thaler.
Nachdem auch noch die Wirtschaftskrise Italiens, die Familienverschuldung Südtirols und die Zusammenarbeit der Lega Nord mit der Bürgerunion angesprochen worden war, endete das lockere Gespräch.
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