Parteienkonsultationen begonnen - Schützen treffen Freiheitliche
Kategorie: Südtiroler Schützenbund
Von: SSB - Online Team
Sonntag, 04. September 2011
BOZEN - Am vergangenen Samstag, den 3. September 2011, hat der Südtiroler Schützenbund mit den angekündigten Konsultationen mit verschiedenen Südtiroler Parteien begonnen. Wie Landeskommandant Elmar Thaler erklärte, soll dies zu einem besseren gegenseitigen Verständnis und einer abgeklärten Vorgangsweise in volkstumspolitischen und kulturellen Fragen beitragen. Den Auftakt machten die Südtiroler Freiheitlichen, welche in der Bundeskanzlei des Schützenbundes zu Gast waren.
Landeskommandant Elmar Thaler sprach die verschiedenen, für den Schützenbund zentralen Themen wie Toponomastik, Überparteilichkeit, faschistische Relikte, Selbstbestimmung sowie die Finanzkrise Italiens an.
Die Freiheitlichen, die durch Landesparteiobmann Pius Leitner und Generalsekretärin Dr. Ulli Mair vertreten waren, zeigten sich sehr aufgeschlossen und in den meisten Anliegen solidarisch mit dem Schützenbund. Sowohl der Schützenbund als auch die Freiheitlichen sind der festen Überzeugung, dass Südtirol bei diesem Staat nichts verloren hat. In der Frage, wie die Zukunft Südtirols ohne Italien aussehen kann, gibt es allerdings unterschiedliche Ansätze. Die Freiheitlichen sehen ihr primäres Ziel im Freistaat, was aber die Möglichkeit einer späteren Landeseinheit nicht ausschließe, meinte Ulli Mair. Die Führung des Schützenbundes hingegen beharrt auf seiner Forderung nach der Landeseinheit.
Bei den faschistischen Relikten wurde im Gespräch unisono eine objektive Aufarbeitung der Geschichte gefordert. Die Relikte dürften in keinem Fall lebendige Denkmäler sein. Es dürfe absolut keine Kranzniederlegungen und Huldigungen an den Faschismus mehr geben. Der Südtiroler Schützenbund beharrt in diesem Zusammenhang auf einer Schleifung der Relikte. Ohne diese Relikte wäre ein besseres Zusammenleben der Sprachgruppen sicher leichter, so der Schützenbund.
In einer sehr offenen, sachlichen Diskussion und dem Versprechen des Schützenbundes, weiterhin Impulse für die Politik zu geben, aber immer im Sinne der Überparteilichkeit zu agieren, endete das Gespräch.
Die nächsten Konsultationen werden mit der Süd-Tiroler Freiheit, der BürgerUnion, den Grünen und der SVP geführt.
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