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Wohin geht der Blick?

Kategorie: Südtiroler Schützenbund

Von: SSB - Online Team
Dienstag, 30. August 2011

Nach vorne in die Zukunft, zurück in die Vergangenheit oder erstarrt er im momentanen Augenblick?

BOZEN - Zwei Titelseiten aus der Süd-Tiroler-Blätterlandschaft vom Montag, den 29. August 2011, die wohl unterschiedlicher nicht sein könnten.

Die Eine orientiert sich am Vergangenen. Sie schmückt sich mit Bildern eines italienischen Veteranenvereines, der seinen historischen Ballast immer noch wie ein Geschwür mit sich herumschleppt. Das Bild eines Vereins, welcher in Süd-Tirol nie heimisch war und wohl auch nie sein wird, spricht jedoch eine weitere klare Sprache; jene der Vereinnahmung eines Landstriches, ohne auf die Gefühle der hiesigen Tiroler Bevölkerung Rücksicht zu nehmen.

Ist diese Art von Feiern eine neue Art des Imperialismus? Welches moralische Recht hat ein Staat dazu? Wohl "nur" jenes des Stärkeren! Respekt vor einer nie "eroberten" Minderheit, würde solche Aufmärsche jedenfalls nicht zulassen!

Die andere Titelseite hingegen zeigt den klaren Blick nach vorne, in die Zukunft eines Landes mit weitreichender Unabhängigkeit und mehr Kompetenzen. Bei Weitem nicht vollständig und gar einige innertirolische Mängel aufweisend, lässt diese Neuorientierung jedoch erahnen, dass es anscheinend doch noch verantwortungsvolle Menschen gibt.

Solche, die nicht nur an das Momentane denken, die keine selbstgefälligen Erzähler(innen) sind, sondern die Vision eines selbständigen Landes haben. Noch sind es nicht sehr viele, die sich der Verantwortung für die kommenden Generationen wirklich bewusst sind. Gar einige von ihnen verhalten sich noch immer fahrlässig und erstarren in Wort und Tat im "goldenen Augenblick".

Wir Schützen sind aber zuversichtlich: es werden nämlich immer mehr werden, die sich abheben von der breiten Masse und für Tirols Zukunft planen und sich einsetzen.

Mjr. Günther Ploner
Bundesgeschäftsführer

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