Theiners Vorschlag weitergedacht - Schützenbund ergänzt das Strategiepapier des SVP-Obmannes
Kategorie: Südtiroler Schützenbund
Von: SSB - Online Team
Montag, 29. August 2011
BOZEN - Zumindest ansatzweise begrüßt auch der Südtiroler Schützenbund das Bestreben der Führung der Südtiroler Volkspartei, nun eine Vollautonomie anzustreben. Seit Jahren hat der Schützenbund auf die Misswirtschaft in jenen Kompetenzbereichen hingewiesen, die vom Staat direkt verwaltet werden. Nun würden Initiativen wie die Schaffung einer eigenen Landespolizei und die Kompetenzübernahme in der Justizverwaltung beispielsweise endlich die Zweisprachigkeitspflicht garantieren.
Bereiche wie Verteidigung, Außenpolitik und Währung sollten hingegen unserem Vaterland Österreich übertragen werden. Dies vor allem im Hinblick auf die Tatsache, dass Italien im Rahmen internationaler Verträge im Jahre 2011 aufgrund der Kriege in Afghanistan einen „Verteidigungshaushalt“ von 20,4 Milliarden Euro ausweist. Österreich mit seiner neutralen Außenpolitik hat demgegenüber im Jahr 2010 nur ca. 2,4 Milliarden für die Landesverteidigung ausgegeben. Auch in der Außenpolitik und Währungspolitik bietet ein stabiler Staat wie Österreich viel mehr Sicherheiten ist der Südtiroler Schützenbund überzeugt.
Eine Annäherung an die anderen Tiroler Landesteile ist in Theiners Entwurf indes allerdings absolut ausgeklammert worden. Im Zuge einer so tiefgreifenden Reform hätte man die Ankündigungen, endlich die innertirolische Zusammenarbeit zu intensivieren, wahrmachen können. Damit könnte Theiners Idee auch ein bedeutender Vorstoß im neuen europäischen Geist werden. Der Südtiroler Schützenbund ruft die Südtiroler Volkspartei abschließend dazu auf, der Bevölkerung nun einen detaillierten Fahrplan für die Umsetzung der angekündigten Vorhaben zu präsentieren.
Mjr. Elmar Thaler
Landeskommandant
Kommentare abgeben
Kommentare können momentan nicht abgegeben werden.













