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Neue Fahne für Tauferer Schützen

Kategorie: Südtiroler Schützenbund

Von: SSB - Online Team
Montag, 01. August 2011

TAUFERS IM MÜNSTERTAL - Am Sonntag, den 31. Juli 2011 wurde die neue Kompaniefahne der Schützenkompanie Taufers im Münstertal feierlich gesegnet. "Der Segen der Kirche gelte nicht nur der Fahne", sagte Pfarrer P. Albert Obexer, der die feierliche Feldmesse zelebriert hatte, "er gilt vor allem den Menschen, die diese Fahne als Zeichen ihrer Gemeinschaft gewählt haben."

Im fernen Jahre 1911 wurde die Fahne der Schützenkompanie Taufers im Münstertal feierlich gesegnet. Fast auf den Tag genau hundert Jahre später wurde am vergangenen Sonntag die neue Fahne ihrer Bestimmung übergeben. Die Zeit hatte an der bisherigen Fahne der Tauferer Schützen ihre Spuren hinterlassen. Sie war während des Faschismus und in der Nachkriegszeit in Innsbruck verwahrt worden. Erst mit der ersten Wiedergründung der Schützenkompanie im Jahr 1958 war sie nach Taufers im Münstertal zurückgekehrt. Da sie sich trotz einer Restaurierung in den 1970er-Jahren in keinem guten Zustand mehr befindet, entschloss sich die Schützenkompanie zur Anschaffung einer neuen Fahne. Für die feierliche Segnung wurde der 31. Juli ausgewählt, denn fast auf den Tag genau vor 100 Jahren war die erste Fahne der Schützenkompanie gesegnet worden.

Die Fahne der Schützenkompanie Taufers sei auch ein Zeichen der Verbundenheit mit der Heimat, betonte Bürgermeister Hermann Fliri. Er dankte vor allem jenen drei Männern, die sich in den letzten Jahrzehnten maßgeblich für das Schützenwesen in Taufers eingesetzt hatten: Engelbert Kapeller, der 1958 die Wiedergründung der Schützenkompanie vorangetrieben hatte, Alfred Fliri, der sie 1970 neu ins Leben gerufen hatte, und Alois Hellrigl, der Anfang dieses Jahrhunderts sich eingesetzt hatte, dass die Schützen die Stärke einer Kompanie erreicht haben.

Die Schützen verkörperten Heimat und Identität, stellte der Tauferer Bürgermeister fest. Ihre Werte seien in unserer modernen Zeit nicht mehr selbstverständlich. "Sie in zeitgemäßer Form weiterzutragen ist euer Auftrag", betonte Hermann Fliri an die Schützen gewandt.

"Die Schützen seien Wertepioniere", unterstrich Landeskommandant Elmar Thaler. "Sie müssten der Wind sein, der durch die neue Fahne wehe, damit deren Symbole und Sprüche gesehen würden". Elmar Thaler verglich die Lage Südtirols mit jener auf der Titanic, die vor fast hundert Jahren auf ihrer Jungfernfahrt gesunken ist. Damals sei auf der Kommandobrücke mancher Funkspruch ignoriert worden, der vor den Eisbergen gewarnt habe. "Sollten wir nicht bald vom falschen Dampfer auf das Mutterschiff wechseln?", fragte der Landeskommandant. "Denn wenn wir auf den Schulden-Eisberg treffen, wissen wir, wie die Geschichte ausgeht. Dann schütze Südtirol auch die beste Autonomie nicht mehr", meinte Elmar Thaler.

Zum Abschluss der Feier, die von der Musikkapelle Taufers gestaltet worden war, dankte Schützenhauptmann Tobias Wiesler allen, die einen Beitrag zum Ankauf der neuen Fahne geleistet haben. Ein besonderer Dank ging an die Gemeinde Taufers, die Raiffeisenkasse Taufers und an Alois Hellrigl.

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