15-Jahrfeier der Schützenkompanie Terenten
Kategorie: Südtiroler Schützenbund
Von: SSB - Online Team
Montag, 01. August 2011
TERENTEN - Am Sonntag, dem 31. Juli 2011, feierte die Schützenkompanie Terenten in würdigem Rahmen ihr 15-jähriges Bestehen. Nach der Aufstellung marschierten einige hundert Schützen aus den Bezirken des Landes und einer Abordnung der Gebirgsschützen Tegernsee zur Messe beim Pavillon, wo Pfarrer Johann Gruber das Amt zelebrierte.
Hochwürden Johann Gruber ging in seiner Predigt auf die Aufgaben der Schützen ein. "Es gehe nicht mehr darum, die Landesgrenzen zu schützen, sondern um innere Werte. Sie sollten Solidarität am Mitmenschen zeigen und Treue zu Glaube und Heimat leben."
Die Messfeier wurde von der Musikkapelle Terenten mitgestaltet. Als Ehrenkompanie fungierte die Sichelburger Schützenkompanie aus Pfalzen unter dem Kommando von Hauptmann Walter Unterpertinger.
Nach dem Totengedenken begrüßte Hauptmann Berthold Astner die Anwesenden, namentlich Bürgermeister Manfred Schmid, die Landtagsabgeordneten Martha Stocker, Maria Kuenzer Hochgruber, Ulli Mair und Sigmar Stocker. Weiters waren Bezirksmajor Haymo Laner und Landeskommandant-Stellvertreter Heinrich Seyr gekommen. Als Vertretung des Viertels Osttirol waren die Majore Leo Strasser und Johann Obrist zugegen. Hptm. Astner dankte allen, die sich für die Schützenkompanie eingesetzt haben. Nachdem einige mutige Tiroler unter größtem Einsatz die Kompanie gegründet hatten, marschierten die Terner 1996 unter Gründungshauptmann Martin Unterhuber das erste Mal bei der 200-Jahr-Feier des Herz-Jesu-Gelöbnisses in Bozen mit.
Bürgermeister Manfred Schmid dankte der Terner Kompanie für ihren kulturellen Einsatz im Dorf.
Bezirksmajor Haymo Laner erwähnte, dass sich das Schützenwesen zur Zeit der Gründung im Wandel befunden habe. Ihre Werte kämen im Dorf gut an und sie sollten weiter nach der Aufschrift auf der Fahne leben, die lautet: "Glaube und Heimat, Freiheit und Ehre".
Landeskommandant-Stellvertreter Heinrich Seyr ging in seiner Festrede auf Geschichtliches ein. Die anfängliche Skepsis vor der Gründung im Dorf und in Schützenkreisen hätten die Terner durch viele Initiativen ausgeräumt.
Zur Gegenwart im Land meinte er, diese sei nicht unbedingt rosig. Südtirol sei wirtschaftlich durch einen maroden Staat gefährdet, und das Recht auf Muttersprache werde oft beschnitten. Es sei weiters nicht vereinbar, dass Bozen trotz faschistischer Relikte Kulturhauptstadt werde.
Die Feier endete mit der Landeshymne.
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