Schützenführung trifft Bozens Bürgermeister Spagnolli
Kategorie: Südtiroler Schützenbund
Von: SSB - Online Team
Mittwoch, 27. Juli 2011
BOZEN - Vor kurzem lud der Bozner Bürgermeister Luigi Spagnolli den neuen Landeskommandanten Elmar Thaler zu einem Antrittsbesuch ein. In einem sehr freundschaftlichen Gespräch lobte Spagnolli die Arbeit des Schützenbundes und sicherte in vielen Bereichen seine Unterstützung zu.
Angesprochen wurden verschiedene heiße Eisen, wie z.B. der Geschichtsunterricht, das Landlibell, der geplante Schießstand in Kaltern und die faschistischen Relikte. Bei der Diskussion zu einigen dieser Themen waren große Gemeinsamkeiten herauszuhören. So unterstrichen beide die Wichtigkeit des Landlibells für das Tiroler Volk, und beide kritisierten den geplanten Ort für den neuen Schießstand in Kaltern. Auch bei den faschistischen Relikten forderten beide, dass es endlich zu einer Lösung kommen sollte.
Einzig beim Thema Alpini-Treffen 2012 schieden sich die Geister. Spagnolli versprach, dass es keine Provokationen gegen Deutsche und Ladiner geben werde und dass er beim Alpini-Treffen die gesamte Stadt, also auch Deutsche und Italiener, vorstellen werde. Weiters schlug Spagnolli dem Landeskommandanten vor, dass die Schützen auch mittun sollten, damit die Italiener einmal sehen, wer die Schützen sind. Laut dem Bozner Bürgermeister seien die Werte der Alpini und jene der Schützen nicht so unterschiedlich wie mancher glaubt.
Elmar Thaler erläuterte Spagnolli das schwierige Verhältnis zu den Alpini, nicht zuletzt seit dem Protestmarsch in Bruneck 2009. Dieses Alpini-Treffen sei ohnehin schon eine unglaubliche Belastung für die Deutschen und Ladiner in Südtirol. Er glaube deshalb nicht, dass seine Leute da mittun möchten. Erst wenn Südtirol nicht mehr bei Italien ist, sei die Ausgangslage eine andere, so der Landeskommandant.
Mit dem neuerlichen Versprechen Spagnollis, dass es keine Provokationen wie Kranzniederlegungen an faschistischen Denkmälern und Transparente gegen Schützen und andere Heimatbewusste geben werde, endete das freundschaftliche Treffen.
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