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Tiroler Schützen geben Otto von Habsburg letztes Geleit

Kategorie: Südtiroler Schützenbund

Von: SSB - Online Team
Samstag, 16. Juli 2011

Tiroler Schützen begleiten den Sarg.

WIEN - Über 600 Tiroler Schützen haben seine Kaiserliche und Königliche Hoheit Otto von Habsburg am Samstag, den 16. Juli 2011 auf dem letzten Weg begleitet. Um 15 Uhr begann der Begräbnisgottesdienst im Stephansdom, der von seiner Eminenz Kardinal Christoph Schönborn zelebriert wurde. Mit der alten Kaiserhymne "Gott erhalte, Gott beschütze..." endete der Gottesdienst.

Kardinal Christoph Schönborn kündigte das Absingen der ehemaligen "Volkshymne" als "letzten Gruß an Otto Habsburg, eine Hommage an seine Familie und deren Geschichte" an. Drei Schuss Salut ertönten. Ein Fahnenmeer traditioneller Flaggen und Standarten wehte über den Stephansplatz.

Es folgte der Abmarsch der vielen Traditionsverbände und Schützenabordnungen zur Kaisergruft, wo Otto von Habsburg und seine Frau beigesetzt wurden.

Der Sarg wurde von sechs Tiroler Schützen aus allen Landesteilen getragen, jeweils zwei Schützen des BTSK, des SSB und des WTSB. Die Familie Habsburg wurde von 60 Schützenoffizieren aus allen Teilen Tirols im Kondukt begleitet.

Die Tiroler Schützen aus Nord-Ost-Süd- und Welschtirol waren insgesamt sehr stark vertreten und traten als eine einzige Einheit auf. Landeskommandant Fritz Tiefenthaler führte den Block an, gefolgt von den Landeskommandanten Elmar Thaler und Paolo Dalprà sowie den jeweiligen Bundesfahnen. Tirols Schützen stellten insgesamt das stärkste Kontingent bei dieser Beerdigungsfeier.

Die drei Landeskommandanten (v.l.) Paolo Dalprà, Fritz Tiefenthaler und Elmar Thaler.

Tirol präsentierte sich als ein Land, so wie es Otto von Habsburg, ein großer Vordenker der europäischen Einheit sicher gewollt hätte.

Bei der Anklopf-Zeremonie vor der Kapuzinergruft assistierte der ehemalige Nordtiroler Schützenkommandant, Otto von Sarnthein: Ein Geistlicher fragt an der Pforte "Wer begehrt Einlass?", woraufhin der Zeremonienmeister die adeligen Titel Habsburgs referierte. Daraufhin antwortete der Geistliche "Wir kennen ihn nicht." Auch die Aufzählung aller Ehrungen und Auszeichnungen half nicht weiter. Erst als der Zeremonienmeister den einstigen Kronprinzen beim dritten Versuch als "sterblichen, sündigen Menschen" vorstellte, hieß es "So komme er herein."

Vor der Kapuzinergruft feuerte die Ehrenkompanie, bestehend aus Meraner und Wiltener Schützen (100 Mann), eine Ehrensalve ab. Mit der Kaiserhymne endete die ergreifende Beerdigung des ältesten Kaisersohnes.

Dieser Tag wird Geschichte schreiben, denn zum ersten und letzten Mal, seit dem 1. Weltkrieg wurde ein Sohn aus dem Hause Habsburg in der Kaisergruft beerdigt.

Die Ehrenkompanie bestehend aus Meraner und Wiltener Schützen.

Mitschnitt der ORF Live-Übertragung

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Selbstbestimmung

Kein Staat der Erde kann auf die Dauer einem Volk die Selbst- bestimmung vorenthalten, auch Italien den Südtirolern nicht, aber wollen und fordern muss man sie!

Felix Ermacora (* 13. Oktober 1923 in Klagenfurt; "  24. Februar 1995 in Wien)

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