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Ein MACHT-loses Land

Kategorie: Südtiroler Schützenbund

Von: SSB - Online Team
Freitag, 15. Juli 2011

BGf. Günther Ploner

BOZEN - Bereits seit einigen Monaten hat Italien einen verpflichtenden Sprachtest für Migranten als Voraussetzung für eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung eingeführt. Diese einerseits positive Neuregelung, weist in Südtirol andererseits einmal mehr auf eine klare Sprachhierarchie hin, da der Antrag auf Einführung eines deutschen Sprachtests von Rom abgelehnt wurde.

Italien beweist somit wiederholt sein stiefmütterliches Verhalten gegenüber dem Pariser Vertrag, welcher den Schutz der deutschen und ladinischen Bevölkerung vorsieht, aber auch gegenüber dem geltenden Autonomiestatut. Artikel 99 sieht nämlich die Gleichberechtigung der beiden Landessprachen vor. Somit gilt auch Deutsch in Südtirol als offizielle Amtssprache.

Nun stellt sich die Frage, weshalb unser Land von jenen Migranten, die Südtirol als ihre neue Heimat gewählt haben, nicht auch einen Grundwortschatz in deutscher Sprache verlangen kann?

Die Selbstständigkeit unseres Landes besteht wohl darin, dass es einen Spatz in der Hand hat, an die Taube auf dem Dach wagt jedoch kaum jemand zu denken.

Wenn man nun auf unserem Gebiet mit der Einwanderung aus andern Kulturräumen die Tiroler Identität zu unseren Nachteil beeinflusst, so merkt man, wohin Italien Südtirol lenken will. Südtirol ist ein machtloses Land, alle Parteien sollten sich daran messen, dies zu ändern!

Mjr. Günther Ploner
Bundesgeschäftsführer

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Selbstbestimmung

Kein Staat der Erde kann auf die Dauer einem Volk die Selbst- bestimmung vorenthalten, auch Italien den Südtirolern nicht, aber wollen und fordern muss man sie!

Felix Ermacora (* 13. Oktober 1923 in Klagenfurt; "  24. Februar 1995 in Wien)

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