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Aufruf zum Herz-Jesu-Fest

Kategorie: Südtiroler Schützenbund

Von: SSB - Online Team
Freitag, 01. Juli 2011

BOZEN - Bald naht wieder der Herz-Jesu-Sonntag. In Stadt und Land, in Berg und Tal werden die Dörfer festlich beflaggt, Böller dröhnen durch die Luft und schneidige Salven der Schützenkompanien geben dem Allerheiligsten die Ehre. Festliche Prozessionen und prächtige Hochämter stehen dabei im Mittelpunkt und bilden den Kern dieses Sonntags nach Fronleichnam, wenn dann am Abend unzählige Lichter die heimatlichen Bergketten säumen.

Doch wo liegt der Ursprung dieses Festes? Auf den Trümmern der französischen Revolution ging der Advokatensohn aus Ayaccio auf Korsika, Napoleon Bonaparte, ab 1789 als siegreicher Feldherr empor. Er wurde schließlich allgewaltiger Kaiser der Franzosen und Militärdiktator Europas.

Im Jahre 1796 operierte er erfolgreich in der Poebene gegen Österreich und französische Truppen wurden in Richtung Etschland in Marsch gesetzt, um durch das Pustertal wieder, wie schon 1703, nach Innerösterreich zu gelangen. Damit war der Süden des Landes bedroht. Die Landstände waren sich der Übermacht der Feinde wohl bewusst und bangten nicht nur um die Freiheit Tirols, sondern fürchteten als gläubiges Volk auch die französische Aufklärung mit ihrer religionsfeindlichen Einstellung. Man hatte in Tirol die verschiedenen Phasen der Verfolgung des christlichen Glaubens und der Entchristianisierung in Frankreich ab 1793 vernommen, die mit der Einführung des Revolutionskalenders sowie der Revolutionskulte eingesetzt hatte. Und nun standen diese gottlosen feindlichen Armeen vor den Toren Tirols! In dieser verzweifelten Lage versammelten sich 1796 die Landstände in Bozen und gelobten auf Antrag des Abtes von Stams, Sebastian Stöckl, alljährlich das Herz Jesu Fest feierlich zu begehen, um den Beistand und die Hilfe Gottes zu erlangen.

Bergfeuer sollten in späteren Jahren ein äußerliches Zeichen für Tiroler Treue und Standhaftigkeit sein. Viele Schützenfahnen der folgenden Zeit zeigen bis auf den heutigen Tag auf der einen Seite den Tiroler Adler, auf der anderen im Gedenken und als Erinnerung an das Gelöbnis das Herz Jesu.

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Der Südtiroler Schützenbund ruft die Tiroler Bevölkerung in allen Tälern, in den Gemeinden, Märkten und besonders auch in den Städten auf, stark an den kirchlichen und weltlichen Feierlichkeiten zur Erneuerung des Herz-Jesu-Gelöbnisses teilzunehmen.

Durch das Aushängen der Tiroler Fahne soll ein klares Bekenntnis für Glaube und Heimat abgelegt werden und in Wort und Tat das Gelöbnis vom Juni 1796 erneuert werden.

Vor allem die Jugend sei anlässlich dieses Tiroler Festtages aufgefordert, weiter für christliche Werte, Heimatliebe und Treue in allen Lebensbereichen einzustehen und damit das Erbe der Vorfahren zu pflegen und hochzuhalten.

Das Entzünden der Bergfeuer auf den Bergen unserer Heimat am Sonntagabend soll ein äußeres Zeichen für die Bereitschaft dazu sein. In diesem Zusammenhang seien alle aufgefordert, die aufgrund der Trockenheit notwendigen Sicherheitsabstände von 20 Metern zum Wald hin einzuhalten und alle Feuer gemäß Vorschrift bei der zuständigen Forstdienststelle zu melden.

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Selbstbestimmung

Kein Staat der Erde kann auf die Dauer einem Volk die Selbst- bestimmung vorenthalten, auch Italien den Südtirolern nicht, aber wollen und fordern muss man sie!

Felix Ermacora (* 13. Oktober 1923 in Klagenfurt; "  24. Februar 1995 in Wien)

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