Militärschießstand am Kalterer See droht Wirklichkeit zu werden!
Kategorie: Südtiroler Schützenbund
Von: SSB - Online Team
Mittwoch, 22. Juni 2011
BOZEN - Schon länger hängt die Neuerrichtung eines Militärschießstandes am Kalterer See wie ein Damoklesschwert in der Luft. Den entsprechenden Unmut in der Bevölkerung und bei vielen Politikern hat der Schützenbezirk Süd-Tiroler Unterland zum Anlass genommen, um sich diesbezüglich direkt bei Florian Mussner über den Stand des Projektes zu informieren.
In einem rund einstündigen Gespräch erläuterte der Bautenlandesrat der Schützendelegation die neuesten Entwicklungen. Das rund 135 Meter lange und ca. 25 Meter breite Gebäude in unmittelbarer Nähe zum Kalterer See soll demnach nach den Protesten der lokalen Politiker größtenteils in den Berg verlegt werden.
Wie Landeskommandant Thaler und Bezirksmajor Werth anmerkten, sei ihrer Ansicht nach die grundsätzliche Frage zu stellen, ob ein neuer Militärschießstand in Südtirol überhaupt notwendig sei. Wenige Kilometer weiter südlich gäbe es auf Trentiner Boden bereits entsprechende Strukturen. Auch wenn nun, nachdem der Druck aus der Bevölkerung groß geworden ist, entsprechende Anpassungen gemacht worden sind, wird ein derartiges Projekt auf absehbare Zeit nicht dazu beitragen, dass weitere Militärangehörige aus Südtirol abgezogen werden. Vor allem die Informationspolitik des Landes lässt zu wünschen übrig, so der Schützenbund in seiner Aussendung. Die Schützenführung und der Schützenbezirk Süd-Tiroler Unterland werden in Absprache mit den lokalen Politikern demnächst eventuelle weitere Schritte festlegen.
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