Kranzniederlegung am Völkermorddenkmal in Bruneck
Kategorie: Südtiroler Schützenbund
Von: SSB - Online Team
Sonntag, 12. Juni 2011
BRUNECK - Am 10. Juni 2011 beging das 6. Alpiniregiment am Toblacher Flugplatzgelände ihren 129. Jahrestag. Es sei vorweg erwähnt, dass vor 129 Jahren in Südtirol keine Alpini stationiert waren. Südtirol war damals kein Teil des italienischen Staatsgebietes. Darum war diese Veranstaltung nicht mehr und nicht weniger eine protzige Militärparade mit wenig Feingefühl.
Im Rahmen dieser Veranstaltung wurde am Sonntag, den 12. Juni am "Alpinidenkmal" von der Alpinivereinigung Bruneck ein Kranz niedergelegt. Dabei zelebrierten die Alpini zum wiederholten Male die Verharmlosung des Faschismus. Anerkennung der Geschichte und deren Leiden scheinen den Alpini fern zu sein. Der im Volksmund genannte "Kapuziner Wastl" erinnert an den Abessinienfeldzug. Tausende unschuldige Menschen wurden in diesem grausamen Kolonialkrieg vergast. Es ist ein Hohn, der weder hier noch anderswo gefeiert werden darf. Mit dabei waren auch offizielle Vertreter der italienischen Streitkräfte, der Carabinieri sowie der Stadtpolizei Bruneck.
Der Schützenbezirk Pustertal bezweifelt, dass durch das Anbringen von erklärenden Tafeln, wie dies die Gemeindeverwaltung von Bruneck vorhat, die Kranzniederlegungen der Alpini ausbleiben werden. Landeshauptmann Luis Durnwalder und andere namhafte Persönlichkeiten forderten kürzlich die Entfernung des "Kapuziner Wastls". Dem schließt sich der Schützenbezirk Pustertal an und fordert vehement die Entfernung dieses Völkermorddenkmals.
Video der Kranzniederlegung
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