40-Jahrfeier der Kompanie "Bartlmä von Guggenberg" Vintl
Kategorie: Südtiroler Schützenbund
Von: SSB - Online Team
Sonntag, 05. Juni 2011
VINTL - Am Sonntag, den 5. Juni 2011 fand in Vintl das 40-jährige Gründungsjubiläum der Schützenkompanie "Bartlmä von Guggenberg" unter der Führung von Hauptmann Arnold Kaser statt. Ein Höhepunkt war bereits der am Samstagabend aufgeführte "Große Österreichische Zapfenstreich", welcher von der Musikkapelle Vintl unter der Leitung von Kapellmeister Erwin Fischnaller und der Ehrenkompanie Fulpmes unter dem Kommando von Hauptmann Gotthard Pfurtscheller durchgeführt wurde.
Der eigentliche Festakt, zu dem rund 400 Schützen und Musikanten gekommen waren, fand am darauf folgenden Tag statt. Nach der Frontabschreitung marschierten die Teilnehmer begleitet vom Spielmannszug Bichl aus Bayern zum Gruben-Feld, wo Hochwürden Andreas Giehrl, Pfarrer von Oberisling, die Feldmesse zelebrierte. Umrahmt wurde diese von der Kapelle aus Vintl und einer Salve der Ehrenkompanie Thaur. In seiner Predigt mahnte Hw. Andreas Giehrl im Zusammenhang mit dem Werteverfall, man solle die Traditionen nicht auf dem Altar des Fortschritts opfern.
Nach der Messe begrüßte Hauptmann Arnold Kaser die Ehrengäste: namentlich Bürgermeister Dr. Walter Huber, Landesrat Dr. Hans Berger, die Landtagsabgeordneten Maria Kuenzer und Pius Leitner, den ehemaligen Landtagsabgeordneten Dr. Bruno Hosp, die Vertreter der Partnergemeinde Oberisling Dr. Franz Rieger und Rudi Aigner, die Vertreter der Familie von Guggenberg sowie als Vertretung des Schützenbundes und der Bezirke die Majore Haymo Laner, Helmut Oberhauser und Lkdt-Stv. Heinrich Seyr. Arnold Kaser dankte allen Gönnern, die zur Anschaffung der neuen Tracht beigetragen haben.
Die Ehrengäste lobten in ihren Grußworten die Kompanie für ihren Einsatz für Dorf und Heimat, der in den vergangenen Jahrzehnten geleistet wurde. Hervorzuheben seien auch die grenzüberschreitenden Kontakte nach Nordtirol und Bayern. Ein besonderer Dank gelte Gründungshauptmann Lorenz Niedermair, der zum Jubiläum ein Buch herausgebracht hat.
Landeshauptmann-Stellvertreter Hans Berger ging in seiner Festrede unter anderem auf heutige Themen, wie die Toponomastik, faschistische Relikte und Doppelstaatsbürgerschaft ein, die es zu lösen gelte. Bei Letzterem meinte er, man versuche das Möglichste. Die anwesenden Schützen sollten sich nicht nach rechts rücken lassen, dort gehörten sie nämlich nicht hin. Wer genau die Schützen nach rechts rücken würde, darauf ging er nicht näher ein. Auch verglich Berger die faschistischen Relikte in Südtirol mit der Berliner Mauer und meinte, dass diese erhalten bleiben sollen. Die derzeitige Selbstbestimmungsdebatte in Südtirol kritisierte er und meinte, dass es diese derzeit nicht brauche. Der offizielle Festakt endete mit dem Singen der Landeshymne und einem abschließenden Umzug zum Festplatz.
Ehrensalve der Schützenkompanie Thaur
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