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Kubaturbonus: Verspäteter Aprilscherz?

Kategorie: Südtiroler Schützenbund, Referate, Umwelt

Von: SSB - Online Team
Mittwoch, 01. Juni 2011

ST. ULRICH/ URTIJËI - Landesrat Michl Laimer wurde kürzlich im Zusammenhang mit dem beabsichtigten Erlass eines Gesetzes, mit dem die Möglichkeit eines Kubaturbonus von bis zu 20% des ursprünglichen Bestandes bei energetischer Sanierung vorgesehen werden soll, sinngemäß mit den Worten zitiert, dass durch diesen Bonus bei Mehrfamilienhäusern sogar die Errichtung eines ganzen Stockwerkes ermöglicht werden würde. Dieses Stockwerk könnte sodann verkauft und mit dem Erlös die Sanierungsarbeiten finanziert werden.

Diesen Vorschlag sieht die Schützenkompanie St. Ulrich als einen verspäteten, schlechten Aprilscherz an. Denn damit würde dem Ausverkauf der Heimat, gegen den sich die Schützen seit Jahren wehren, Tür und Tor geöffnet. Die Bevölkerung wird von höchster Stelle dazu animiert, ihr Hab und Gut zu verkaufen.

Landesrat Laimer sollte wissen, dass allein im vergangenen Jahr über 40 Wohnungen in St. Ulrich an Nichtansässige verkauft worden sind, mit allen damit verbundenen Folgen der Überfremdung, aber auch Probleme gesellschaftlicher Natur.

Auch in Bezug auf die derzeitige Möglichkeit der Realisierung von 200 m³ Kubatur bei energetischer Sanierung ist es für die Ulricher Schützen unverständlich, wieso diese zusätzliche Kubatur nicht ausnahmslos konventioniert werden muss bzw. nur sofern diese (zusätzliche Kubatur) an eine bereits konventionierte Wohnung angebaut wird, während bei der Schaffung einer unabhängigen Einheit diese uneingeschränkt veräußert werden kann (an Bundesdeutsche, Italiener, Russen usw.).

Angesichts dessen fordert die Schützenkompanie St. Ulrich eine Abänderung des derzeit geltenden Gesetzes, welches bei Nutzung des Kubaturbonus von 200 m³ auf jeden Fall die Konventionierungspflicht vorsehen soll.

Schützenkompanie St. Ulrich in Gröden

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