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Vorschläge zur Entschärfung des Mussolini Reliefs

Kategorie: Südtiroler Schützenbund

Von: SSB - Online Team
Dienstag, 19. April 2011

MERAN - Die Bezirksleitung des Schützenbezirkes Burggrafenamt-Passeier kann sich mit keinem der in der Tagespresse veröffentlichten Vorschläge zur Entschärfung des faschistischen Mussolini-Reliefs identifizieren.

Die Landesregierung hat mit der Ausschreibung des Ideenwettbewerbs und der nun erfolgten Auswahl eines Fünfervorschlags ihr Ziel bei weitem verfehlt, nämlich eine glaubwürdige Bewältigung der jüngeren Geschichte Südtirols durchzusetzen. Im Gegenteil, einige der ausgesuchten Vorschläge eignen sich bestens, das faschistische Relief einer breiteren Öffentlichkeit näher zu bringen, wie z.B. Vorschlag Nr. 349 mit einer Aussichtsplattform, auf welcher jedermann den Duce hoch zu Ross auf Augenhöhe bewundern könnte.

Während auf der ganzen Welt von den Demokratien die Büsten der ehemaligen Diktatoren von den Sockeln geholt werden, belässt man in Südtirol dem faschistischen Kriegsverbrecher Mussolini seine Denkmäler.

Die Bezirksleitung des Schützenbezirkes Burggrafenamt-Passeier fordert daher die Südtiroler Landesregierung auf, mit Konsequenz die definitive Beseitigung der faschistischen Relikte in Angriff zu nehmen.

Am 24. April 2011 jährt sich zum 90. Mal der Übergriff der faschistischen Schläger auf den Messeumzug in Bozen, bei dem bekanntlich der Marlinger Lehrer Franz Innerhofer brutal ermordet worden ist. Bei der am Samstag, den 16. April 2011 von der Schützenkompanie Marling, der Gemeinde Marling und dem Südtiroler Schützenbund organisierten Gedenkfeier für Franz Innerhofer waren keine Vertreter der Südtiroler Landesregierung anwesend.

Haben unsere Volksvertreter bei dem Eiertanz, den sie jetzt rund um die angebliche Entschärfung des Mussolini-Reliefs aufführen, wirklich vergessen, wer die Opfer und wer die Täter waren?

Hptm. Stefan Gutweniger
Pressereferent Schützenbezirk Burggrafenamt-Passeier

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