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Wastls Schutzpatronin

Kategorie: Südtiroler Schützenbund, Schützen

Von: SSB - Online Team
Mittwoch, 23. Juni 2010

BRUNECK - Auf Betreiben der PDL-Kammerabgeordneten Micaela Biancofiore soll das Alpinidenkmal in Bruneck, der sogenannte "Kapuzinerwastl", unter besonderen Schutz gestellt und einem Soldatenfriedhof gleichgestellt werden. Das Denkmal wird nicht mehr in die Zuständigkeit des italienischen Denkmalamtes fallen, sondern dem Verteidigungsministerium übergeben werden und somit dem Zuständigkeitsbereich des Regierungskommissariates in Bozen angehören.

Wie aus Pressemeldungen verlautet, ist der Grund dafür der, dass das Regierungskommissariat in Bozen - im Gegensatz zum italienischen Denkmalamt - Geldmittel für Instandhaltungs- und Schutzarbeiten hätte.

Mit großem Befremden stellt der Südtiroler Schützenbund fest, dass der italienische Staat unbeirrt in Südtirol seinen nationalistischen Kurs weiterführt. In Zeiten, in denen der Staat in Folge der Wirtschaftskrise angehalten ist, mit öffentlichen Geldmitteln zu sparen, findet man es anscheinend immer noch wichtig, faschistische Relikte zu bewahren und zu beschützen.

Es ist eine Beleidigung der gefallenen Soldaten aller Kriege, dass man dem Denkmal den Status eines Soldatenfriedhofs gibt. Der Südtiroler Schützenbund erinnert daran, dass das Alpinidenkmal errichtet wurde, um die "glorreichen Taten" der Alpinidivision "Pusteria" im Abessinienkrieg zu feiern. Das faschistische Italien führte gegen Abessinien einen brutalen Krieg und schreckte nicht einmal vor der Verwendung von Giftgas zurück. Die Alpinidivision "Pusteria" war dabei wie viele andere italienische Einheiten auch in grausame Kriegsverbrechen gegen die abessinische Zivilbevölkerung verwickelt.

Der Südtiroler Schützenbund ruft alle demokratischen und antifaschistischen Kräfte auf, gegen dieses erneute Aufwerten des Alpinidenkmals in Bruneck zu protestieren. Das Alpinidenkmal hat im Europa des 21. Jahrhunderts jegliche Berechtigung verloren!

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