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Der Justizpalast in Bozen

Kategorie: Faschismus

Von: SSB - Online Team
Montag, 15. März 2010

Auf dem Justizpalast bekommen wir es mit dem Lateinischen zu tun. "Die Inschrift, die den gesamten Oberteil der Fassade einnimmt, lautet: "Pro italico imperio virtute justitia hierarchia unguibus et rostris". Ins Vulgär übersetzt besagt dies, dass die faschistische Herrschaft nicht nur durch Tapferkeit und Gerechtigkeit verteidigt werden sollte, sondern durch den hierarchischen Totalitarismus sowie mit Krallen und Zähnen. Als Sinnspruch auf einem Gebäude, welches für die unparteiische Ausübung der Gerechtigkeit bestimmt ist, scheint dieser Satz geradezu prädestiniert, er soll offenbar deutschsprachige Leser in erbaulicher Weise darüber aufklären, wie die neuen Römer die Kultur unter den Barbaren zu verbreiten gedachten." Soweit Guido Calogero.

Solche Gebäude zur offenen Förderung und Verherrlichung des Neofaschismus wurden vom demokratischen Italien mit dem Geld aller Steuerzahler, der Partisanen, der Opfer des "Tribunale Speciale", der vom Faschismus unterdrückten Minderheiten, nach alten faschistischen Plänen errichtet. Die Großzügigkeit, mit welcher das demokratische Italien in Südtirol den Faschismus konserviert hat, ist ohnegleichen. Solange die Rechtsparteien im römischen Parlamentswahlen die Oberhand haben, wird sich an dieser Verhaltensweise nichts ändern, denn allein mit der Namensänderung einer Partei hat sich die Geisteshaltung der Verantwortlichen und der Führungsschicht gegenüber der volklichen Minderheit im südlichen Tirol noch nicht grundsätzlich verändert, z.B. Mitolo, Pasquali usw. Wenn die Justiz- und Finanzbehörden von diesen Palästen aus Protest gegen die Verherrlichung des Faschismus auszögen, würde sich niemand wundern.

Solche Gebäude zur offenen Förderung und Verherrlichung des Neofaschismus wurden vom demokratischen Italien mit dem Geld aller Steuerzahler, der Partisanen, der Opfer des "Tribunale Speciale", der vom Faschismus unterdrückten Minderheiten, nach alten faschistischen Plänen errichtet. Die Großzügigkeit, mit welcher das demokratische Italien in Südtirol den Faschismus konserviert hat, ist ohnegleichen!
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Felix Ermacora (* 13. Oktober 1923 in Klagenfurt; "  24. Februar 1995 in Wien)

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