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Bericht zur Andreas-Hofer-Gedenkfeier 2010 in Mantua

Kategorie: Südtiroler Schützenbund, Schützen

Von: SSB - Online Team
Montag, 22. Februar 2010

Über 1.500 Schützen aus allen Landesteilen Tirols sind zum 200. Todestag Andreas Hofers nach Mantua gekommen.

MANTUA - Genau 200 Jahre nach dem Tod des Tiroler Freiheitshelden Andreas Hofer versammelten sich heuer auf Einladung des Gesamttiroler Schützenbundes über 1.500 Schützen in Mantua, um gemeinsam mit vielen Ehrengästen das Gedenkjahr würdig abzuschließen. Sehr stark waren die Schützen aus dem südlichen Tirol vertreten, aber auch Abordnungen aus Welsch-, Nord- und Osttirol gaben der Feier eine besondere Note.

Unter den zahlreichen Ehrengästen befanden sich: die Landeshauptleute Günther Platter und Luis Durnwalder, der Welschtiroler Kulturlandesrat Franco Panizza, die Bürgermeisterin von Mantua Fiorenzana Brioni, politische Vertreter der SVP, der Freiheitlichen, der Süd-Tiroler Freiheit, der Union für Südtirol und der ÖVP. Ebenfalls anwesend waren der österreichische Botschafter in Rom, Christian Berlakovits, sowie der Nordtiroler Landtagspräsident Herwigvan Staa, die Landeskommandanten Paul Bacher, Carlo Cadrobbi und Otto Sarnthein, der Landeshauptmann der Bayerischen Gebirgsschützen Karl Steininger, der Obmann des GTSB Hermann Huber, Pater Reinald Romaner OFM sowie die Musikkapelle Zwölfmalgreien Bozen und die Ehrenkompanie aus Tramin.

Der Enthüllung einer Andreas-Hofer-Stele im Stadtteil Cittadella durch Durnwalder, Platter und Bürgermeisterin Brioni und der Segnung ging der landesübliche Empfang voraus, der von Landeskommandant Paul Bacher kommandiert wurde. Danach ging es für alle Anwesenden zum Andreas-Hofer-Denkmal, wo der Gedenkgottesdienst unter der Führung von Landeskurat Kanzler Paul Rainer und Monsignore Josef Haselwanter stattfand. In ihrem Gottesdienst gingen sie auf das verstrichene Gedenkjahr ein und wünschten sich, dass auch in Zukunft der Glaube vor allem bei den Schützen nicht verloren gehen darf.

Nach dem Gottesdienst folgte die Darbietung einer Kindergruppe aus Mantua, die in italienischer Sprache auf die Geschichte Andreas Hofers einging und die Landeshymne "Zu Mantua in Banden" auf italienisch sang.

Hermann Huber, Obmann des Gesamttiroler Schützenbundes, begrüßte alle Teilnehmer sowie die vielen Ehrengäste auf das Herzlichste. Der Gesamttiroler Schützenbund habe sich laut Huber immer für eine verstärkte Zusammenarbeit aller Landesteile ausgesprochen, und er hoffe, dass es in Zukunft noch besser wird. Auch die Umrahmung der Gedenkfeier durch die Musikkapelle Zwölfmalgreien Bozen und die Ehrenkompanie Tramin hob er lobend hervor.

Nach den Grußworten der Bürgermeisterin, der Landeshauptleute Platter und Durnwalder sowie des Kulturlandesrates Panizza und des österreichischen Botschafters in Rom Berlakovits folgte die Gedenkansprache des Historikers Dr. Meinrad Pizzinini.

Der Verlust der alten Rechte, die immer schlechter werdende Wirtschaftssituation und zahlreiche Reformen im Geiste der Aufklärung hätten dazu beigetragen, dass sich das Tiroler Volk gegen die französisch-bayrische Übermacht gestellt habe. "Es ist auch nach 200 Jahren noch unvergessen, was sich im Jahre 1809 zugetragen hat, in jenem besonderen Jahr der Tiroler, ja, der europäischen Geschichte", betonte Pizzinini vor den über 1.500 Versammelten. Männer wie Andreas Hofer seien heute vor allem wegen ihrer Geradlinigkeit, Glaubenskraft und Entschlossenheit noch Vorbilder für uns.

Mit einer Kranzniederlegung am Andreas-Hofer-Denkmal, dem Abfeuern einer Ehrensalve und dem Singen der Landeshymne endete die bewegende Gedenkfeier.

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