Einloggen

Wenn du dich hier anmeldest, stehen dir mehrere Möglichkeiten auf unserer Webseite zur Verfügung. Du kannst bei Aktuellberichten Kommentare schreiben, bewerten, melden und viel mehr mitwirken. Wenn du noch kein Konto bei uns erstellt hast, kannst du ihn Öffnet internen Link im aktuellen Fensterhier erstellen!

Benutzeranmeldung

Gib deinen Benutzernamen und dein Kennwort ein, um dich an der Webseite anzumelden:


Kennwort vergessen?

Registrierung

  • Nur 2 Schritte sind erforderlich
  • Öffnet internen Link im aktuellen FensterFormular ausfüllen und Konto ertsellen
  • Bestätigungs E-Mail öffnen und auf dem aktivierungs Verweis klicken.

Peter-Sigmair-Gedenkfeier in Olang

Kategorie: Südtiroler Schützenbund, Schützen

Von: SSB - Online Team
Montag, 18. Januar 2010

Eine würdige Gedenkfeier gestaltete die Schützenkomapnie und Musikkapelle am Peter-Sigmair-Denkmal in Olang.

OLANG - In Anwesenheit des Tiroler Alt-Landeshauptmannes Alois Partl sowie dem Landeskommandanten des Südtiroler Schützenbundes Paul Bacher fand das Tiroler Gedenkjahr in Olang mit einer Veranstaltung in Erinnerung an den 200. Todestag des Freiheitskämpfers Peter Sigmair, Tharerwirt von Olang, einen stimmungsvollen Abschluss.

Die von Schützenkompanie und Musikkapelle, beide Namensträger des bekannten Olanger Freiheitskämpfers Peter Sigmair, organisierte Veranstaltung begann mit einem Gedenkgottesdienst in der Kirche von Mitterolang. Eine Bläsergruppe der Musikkapelle unter der Leitung von Kapellmeister Martin Egger sowie der Anwesenheit von 16 Fahnenabordnungen benachbarter Schützenkompanien unter der Führung von Bezirksmajor Heinrich Seyr verliehen dem von Pfarrer Philipp Peintner zelebrierten Gottesdienst in der kleinen Mitterolanger Kirche eine ganz besondere Note.

Im Anschluss an den Gottesdienst marschierten die Versammelten mit den Ehrengästen zum Peter-Sigmair-Denkmal, wo sie von der Musikkapelle mit einer kurzen Fanfare gefolgt vom Peter-Sigmair-Lied aus der gleichnamigen Festmusik von Peter Hölzl empfangen wurden. Schützenhauptmann Ulrich Ladstätter konnte unter den geladenen Ehrengästen, neben verschiedenen Vertretern des öffentlichen Lebens, LKdt. Paul Bacher sowie Alt-LH Alois Part als Festredner zu diesem historischen Anlass begrüßen.

Kritische Anmerkungen zu aktuellen sozialpolitischen Entwicklungen sowie der Hinweis auf die Bedeutung gewachsener Werte prägten die beiden Ansprachen, welche in Erinnerung an den 200. Todestages des als Heldes der Kinderliebe weitum bekannten Olanger Freiheitskämpfers Peter Sigmair gehalten wurden.

Die Musikkapelle brachte den Peter Sigmair Marsch von Sepp Thaler, langjähriger Landeskapellmeister im Verband Südtiroler Musikkapellen, zur Aufführung und spielte das Lied vom alten Kameraden zur Kranzniederlegung.

Mit der Landeshymne wurde die stimmungsvolle Veranstaltung beendet. Dem Anlass entsprechend wurden anschließend alle, die sich um die Erinnerung an den Olanger Freiheitshelden bemüht hatten, zum heutigen Tharerwirt von Olang eingeladen.

Rede von LKdt. Paul Bacher:

Liebe Tirolerinnen und Tiroler!

Vor 200 Jahren, am 14 Jänner 1810 hat hier in Olang der junge Tharerwirt Peter Sigmair der ganzen Welt ein rührendes Beispiel echt christlicher Familienliebe gegeben.

Im sicheren Versteck bereits allen Nachstellungen der Feinde entzogen, eilte er sofort herbei und stellte sich dem Feind, als dieser in grausamer List den alten Vater gefangen hatte und den Unschuldigen mit dem Tode bedrohte, wenn der Sohn sich nicht stelle.

Sein junges Leben gab Peter Sigmair hin, um das seines Vaters, der ein solches Opfer nicht annehmen wollte, aus den Händen der blutgierigen Feinde zu retten.

Zwar wären noch viele andere Helden Tirols aufzuzählen, aber der Tharerwirt kann als leuchtendes Vorbild und Märtyrer der Kindesliebe bezeichnet werden.

Seine edle Gesinnung und seine charakterliche Haltung angesichts des sicheren Todes sind daher ebenbürtig jeder Heldentat auf dem Schlachtfelde.

So ist es gut, wenn Tirol sich seiner Helden erinnert, am besten dadurch, dass ihnen nachgeeifert und die Werte jener Zeit den folgenden Generationen weitergegeben werden.

Peter Sigmair und mit ihm viele Tiroler Heldengestalten gehörten nicht zu den Siegern der damaligen Zeit, weil sie nach den ersten Siegen – zu Verlierern wurden.

Dennoch gedenken alle aufrechten Tiroler an diese Männer, weil sie gegen das kämpften was sie damals als Willkür und Tyrannei empfanden.

Heute gewinnt in unserer modernen Gesellschaft Egoismus, und der Geist des christlichen Unglaubens immer größere Macht.

Der Drang nach Unabhängigkeit und Freiheit der Männer und Frauen von 1809 ist nicht mehr vorhanden.

Geld und Wohlstand haben überlieferte Grundwerte zerstört und jene die es wagen für ein selbstbestimmtes und wiedervereintes Tirol zu kämpfen, werden als Aufwiegler, Hetzer und Scharfmacher verurteilt.

Die Politik im Lande hat sich mit der Trennung Tirols abgefunden und ist mit dem gegenwärtigen Zustand zufrieden, „weil es ja allen so gut geht“.

Wie enttäuscht wären unsere Vorfahren, wenn sie mit ansehen müssten, was aus ihrer blühenden Heimat geworden ist. Wirtschaftslobbys haben ganze Landstriche verbaut, Aufstiegsanlagen hinauf bis in die höchsten Bergregionen errichtet, historische Baudenkmäler abgerissen und aus Rücksicht vor italienischen Gästen alles übersetzt, Namen, Ortschaften, ja ganze Ferienregionen.

So stellt sich die Frage ob unser Land weiter Leuten überlassen werden soll, denen es nicht um ihre Heimat, sondern einzig und allein nur ihrem persönlichen Eigennutz und ihrer egoistischen Selbstverwirklichung geht.

Vielen sind wir Schützen lästig und unbequem geworden, weil wir ungerechten Entscheidungen widersprechen, auf Fehlentwicklungen hinweisen und der Landes-Politik gelegentlich auch die Rote Karte zeigen.

Trotz Kritik, wird sich daher der Südtiroler Schützenbund weiter an seinen Grundsätzen fest halten, zum Wohle der Gemeinschaft, selbstlos, in guten wie auch in schlechten Zeiten.

Wer seine Meinung nach den Zeiten richtet, wer sein Mäntelchen immer nach dem Winde hängt, wird nicht bestehen, schon gar nicht wenn er machtlos ist wie wir als kleine Minderheit im südlichen Tirol.

Der Kleine ist nur stark, wenn er treu und standhaft ist, wenn er sich selbst treu ist und wenn er die Kraft hat, vor den anderen zu bestehen.

Nicht dort wo es angenehm ist, nicht dort wo es schön ist, nicht dort wo es am leichtesten geht ist unser Platz, sondern dort wo das Recht ist.

Wir wollen nichts anderes als die Erhaltung unseres Volkstums, als die Erhaltung unserer Heimat, als die Erhaltung dieses Südtirols als tirolisches deutsches Land, das es über tausend Jahre lang ist.

Daher appelliere ich an euch liebe Schützen: Führt das fort, was uns die Menschen von Anno Neun vorgezeigt haben. Kämpft mit friedlichen Mitteln weiter mutig und unerschrocken für Volk und Heimat. Denn nur wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft, der hat schon verloren.

Es lebe unser Land Tirol. Schützen Heil.

Übermittlung deiner Stimme...
Bewertungen: 4.9 von 5. 11 Stimme(n).
Klicke auf den Bewertungsbalken, um diesen Artikel zu bewerten.

Kommentare abgeben

Kommentare können momentan nicht abgegeben werden.

Gestern und Morgen

Man muss das Gestern kennen, man muss auch an das Gestern denken, wenn man das Morgen wirklich gut und dauerhaft gestalten will.

Konrad Hermann Joseph Adenauer, (* 5. Januar 1876 in Köln; † 19. April 1967)

Ruf uns über Skype an!

Umfrage

Wie findest du die neue Seite des SSB?

sehr gut 70.6 % 12 Stimmen
70.6%

gut 23.5 % 4 Stimmen
23.5%

nicht so gut 5.9 % 1 Stimme
5.9%

Rundmail Verteiler

Katalog

TYPO3 Cumulus Flash tag cloud by TYPO3-Macher - die TYPO3 Agentur (based on WP Cumulus Flash tag cloud by Roy Tanck) requires Flash Player 9 or better.