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Gedenkfeier im Waldfriedhof Bruneck

Kategorie: Südtiroler Schützenbund

Von: SSB - Redaktion
Donnerstag, 12. November 2009

BRUNECK "“ In vielen Ortschaften Südtirols werden jedes Jahr im Herbst unzählige Gedenkfeiern für die Gefallenen der Heimat von den verschiedenen Schützenkompanien abgehalten. Eine besonders würdige und schöne Feier findet alljährlich zu Allerheiligen im Brunecker Waldfriedhof statt, zu der auch die Schützenkompanie "žAnton Steger"œ Bruneck einlädt. Dieses Jahr marschierten auch Bürgermeister Christian Tschurtschenthaler sowie Stadtrat Roland Griessmair als Ehrengäste gemeinsam mit der Brunecker Schützenkompanie, der Bürgerkapelle Bruneck sowie vielen Fahnenabordnungen aus dem Pustertal zum Soldatenfriedhof.

In der Gedenkansprache zeichnete die Brunecker Autorin Brigitte Comploj Bilder von den Schrecken des Krieges, vom Leid der Kinder und Mütter, die ihren Vater und Ehemann in den Kriegen verloren haben. Es dürfe keine Zeit mehr für Krieg geben, sondern nur unendliche Zeit für Frieden, sagte Comploj. "žKrieg ist ein kurzes Wort; doch wie viel Entsetzen, Trauer, Furcht und Schmerz liegen in seinen Buchstaben. Das Wort Frieden ist nur um zwei Buchstaben länger, aber welche Hoffnung, welche Ruhe, welches Vertrauen, welche Zuversicht umfassen dieses Wort"œ, schilderte sie. Sich für den Frieden einzusetzen, sei daher Auftrag der von den Gräbern im Waldfriedhof ausgehe. Keiner der Kriegsherren habe Mütter, Eltern, Kinder gefragt, ob sie ihren Mann, ihren Sohn, ihren Vater für den Einsatz in diesem oder einem kommenden Krieg geben, mahnte Comploj. Und sie betonte, dass nicht Krieg und Gewalt die Welt befriedigen können, sondern dies einzig die Liebe schaffe. Die Gebete und Fürbitten wurden von Dekan Anton Pichler gesprochen. Der Männergesangsverein Bruneck 1843, der Männerchor Stegen und die Bürgerkapelle umrahmten die würdige Feier.

Nach der Segnung der Gräber durch Dekan Pichler, Kooperator Peter Mair und Pater Adalbert Stampfl feuerte die Schützenkompanie "žAnton Steger"œ Bruneck eine Ehrensalve ab. Dies ist die höchste Ehrerbietung, welche die Schützen vergeben. Abgeschlossen wurde die Feier mit dem Lied vom Guten Kameraden und der Niederlegung der Kränze.

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Kein Staat der Erde kann auf die Dauer einem Volk die Selbst- bestimmung vorenthalten, auch Italien den Südtirolern nicht, aber wollen und fordern muss man sie!

Felix Ermacora (* 13. Oktober 1923 in Klagenfurt; "  24. Februar 1995 in Wien)

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