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4. November: Der Tag der Faschisten

Kategorie: Südtiroler Schützenbund

Von: SSB - Redaktion
Donnerstag, 05. November 2009

Im Bild von links: Giovanni Benussi, Alessandro Urzi, Adriana Pasquali, Pietro Mitolo.

BOZEN - Am 4. November 2009 fand beim Siegesdenkmal in Bozen der jährliche Aufmarsch beim faschistischen Siegesdenkmal statt. Heuer sind die Parteien Unitalia und PDL (Zusammenschluss von Alleanza Nazionale und Forza Italia) gemeinsam vor dem Faschistentempel aufmarschiert. Und haben dadurch ihre Sympathie für den Faschismus kundgetan. Angeführt wurde die ca. hundertköpfige Delegation vom PDL-Koordinator Pietro Mitolo sowie den Landtagsabgeordneten Alessandro Urzi und Donato Seppi. Mit dabei waren auch ehemalige Alpini und andere italienische Veteranenvereinigungen.

Tagsüber feierten die Alpini gemeinsam mit Landeshauptmann Luis Durnwalder den "Tag der italienischen Einheit" auf dem Waltherplatz und bei der neuen "Alpini-Wassermauer" an der Talfer. Höhepunkt war für die ehemaligen Alpini und ihre politischen Vertreter jedoch die Kranzniederlegung am Faschistentempel.

Zur Erinnerung: Der 4. November ist ein Trauertag für die Südtiroler, nahm doch genau an jenem Tag die italienische Besetzung Südtirols ihren Anfang. Manch einer unserer Landsleute scheint dies vergessen zu haben. Deutsche Bozner Gemeinderäte schließen sogar eine Koalition mit genau jenen Personen, welche Kränze bei faschistischen Denkmälern niederlegen, nach den nächsten Gemeinderatswahlen nicht mehr aus. Dieser Tag hat wiederum allen klar gemacht, mit welchen Personen man es im Rechtsblock der italienischen Volksgruppe in Südtirol zu tun hat.

Für die Italiener in Südtirol ist der Siegesplatz ein Symbol der Italianità - für jeden Südtiroler aber zu Stein gewordener Ausdruck der Unterdrückung und Unfreiheit. Gerade deshalb war der Auftritt eine bewusste Provokation.

Der Südtiroler Schützenbund appelliert an alle unseren politischen Vertreter: "Lasst euch mit diesen Leuten auf keinen Kuhhandel ein, die Geschichte hat uns gezeigt, dass man ihnen nicht über den Weg trauen kann."

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